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Gedenkstein erinnert an ermordete Bonner Juden Leiterin der Bonner Gedenkstätte in Minsk

Verfasst am 17. Oktober 2008

Im Juli 1942 wurden mehr als tausend Männer, Frauen und Kinder von Köln nach Minsk deportiert, darunter 220 Bonnerinnen und Bonner. Ein Gedenkstein für die ermordeten Juden aus Bonn, Köln und dem früheren Siegkreis, die während der NS-Zeit ins damalige Weißrussland verschleppt und in der Nähe des Vernichtungslagers Maly Trostenez getötet worden waren, wird am 22. Oktober 2008 auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof in Minsk offiziell eingeweiht. Gestiftet wurde der Gedenkstein von den Städten Köln und Bonn sowie dem Rhein-Sieg-Kreis. Zahlreiche Mitglieder des Trägervereins der Bonner Gedenkstätte und weitere Bürger haben dafür gespendet. Neben Vertretern der Stadt Köln und des Kölner NS-Dokumentationszentrums werden Bonns Bürgermeister Helmut Joisten und die Leiterin der Bonner Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus, Astrid Mehmel dabei sein. Die Einweihung findet am 65. Jahrestag der Auflösung des Minsker Ghettos 1943 statt. Die Bonner Gedenkstätte bietet eine ausführliche Dokumentation zu Verfolgung und Widerstand in Bonn während der NS-Herrschaft.

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