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Politikunterricht international: Internationale Flüchtlingsklassen besuchen Gedenkstätte Bonn

Neben ihrer Vorbereitung auf eine berufliche Qualifikation erhalten junge Flüchtlinge am Bonner Robert-Wetzlar-Berufskolleg Deutsch- und Politikunterricht. Nun besuchten zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler internationaler Klassen des Berufskollegs die Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialsozialismus.

Im Workshop „Flucht, politische Verfolgung und neue Heimat“ setzten sie sich mit der Verfolgung und Flucht der Bonner Familie Kahle in der NS-Zeit auseinander. In Gruppenarbeit und Einzelvorträgen erarbeiteten sie die Gründe der Flucht und die Frage, was es für Marie Kahle und ihre Familie bedeutete, dass England sie aufnahm und ob das Land ihnen eine neue Heimat sein konnte.

Mit großem Interesse engagierten sich die Jugendlichen bei der Recherche. Danach formulierten sie, was sie sich von einem Leben in Deutschland in Zukunft wünschen und erhoffen. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan und Irak und zeigten großes Interesse für die deutsche Geschichte.

Das Projekt in der Gedenkstätte Bonn wird gefördert mit Mitteln der Landeszentrale für Politische Bildung NRW und mit weiteren internationalen Flüchtlingsklassen fortgesetzt.