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"Werkstatt Geschichtsarbeit" 2016: Krankenmorde im Nationalsozialismus Die jährliche Fachtagung für Geschichtsinteressierte und MultiplikatorInnen in NRW findet vom 17.-19.11.2016 in Bonn statt und thematisiert die Ermordung von Kranken unter dem NS-Regime. Eine Anmeldung ist noch möglich.

Verfasst am 11. Oktober 2016

Unter Federführung vom Bildungswerk der Humanistischen Union organisieren der Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und die in ihm vernetzten Einrichtungen einmal im Jahr die "Werkstatt Geschichtsarbeit und historisch-politisches Lernen zum Nationalsozialismus". Die Landeszentrale für politische Bildung in NRW fördert die Fachtagung. Eingeladen sind alle Geschichtsinteressierten sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, eine Anmeldung ist beim Bidlungswerk der HU in NRW über buero@hu-bildungswerk.de möglich.

Der Kongress findet vom 17.-19.11.2016 in Bonn statt und wird die „Euthanasie“ genannte Ermordung von Kranken unter dem NS-Regime aufgreifen: Welche Rolle spielten diese Verbrechen für Ideologie und Praxis der NS-Herrschaft? Warum wurde eine "Aufarbeitung" dieses Themas so lange hinausgezögert? Neben Vorträgen und Diskussionen werden themen- und methodenorientierte Workshops sowie eine Exkursion ins Bonner Psychiatrie-Museum auf dem Programm stehen.

PROGRAMM:

Donnerstag, 17.11.2016

16.30 Uhr: Einchecken, Begrüßungskaffee/-tee

17.00 - 18.00 Uhr: Die Krankenmorde in der Weltanschauung und im Handlungssystem der Nationalsozialisten. Vortrag von Dr. Uwe Kaminsky (Ruhr-Universität Bochum)

18.00 Uhr Gemeinsames Abendessen

19.30 - 20.15 Uhr: Europäische Perspektiven auf die NS-"Euthanasie"-Verbrechen. Vortrag von Dr. Ulrich Baumann (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin)

20.15 - 21.00 Uhr: Erinnerungsorte für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie" in Nordrhein-Westfalen - Ein Überblick. Kurzvortrag von Dr. Anne Oommen-Halbach (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Freitag, 18. 11. 2016

9.00 - 10.30 Uhr: Besuch des Psychiatriemuseums "Ver-rückte Zeiten" Bonn. Führung, Überblicksfilm, Gespräch mit Linda Orth und Dr. Wolfgang Klenk

11.00-12.30 Uhr: Das Thema "Krankenmorde" in der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus. Kurzführung mit Astrid Mehmel – anschließend: "Krankenmorde an Bonner Zwangsarbeitern". Kurzvortrag von Frank Sparing M.A. (Universität Düsseldorf)

13.00 Uhr: Mittagessen im Gustav-Stresemann-Institut

15.00 Uhr: Vorstellung der Workshops

15.30 - 18.00 Uhr: Parallele Workshops zu den Themen:
I. Arbeitsmaterialien zum Thema "Krankenmord"
mit Frank Sparing M.A. (Universität Düsseldorf) und Dr. Bettina Bouresh (Landschaftsverband Rheinland)
II. Biografien und Familien - Erinnerung zum Thema "Krankenmord"
mit Dr. Alfred Fleßner (Universität Oldenburg – angefragt) und Ulrich Dehe (Rettenbach/Allgäu)
III. "lebensunwert" – Propaganda im Film
mit Thomas Hammacher M.A. (Agentur scopium, Essen)

18.30 Uhr: Gemeinsames Abendessen

Samstag, 19.11.2016

9.30 - 11.00 Uhr: Projektebörse – Initiativen, Pläne und Produkte aus Gedenkstätten, Museen, politischer Bildung und Geschichtswerkstätten in Nordrhein-Westfalen

11.30 - 13.00 Uhr: Die Nachkriegsjustiz, Fritz Bauer und die 'Euthanasie'-Verbrechen. Vortrag von Dr. Irmtrud Wojak (Eschenlohe) und Diskussion. Zu diesem Vortrag ist auch die allgemeine Öffentlichkeit eingeladen.

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