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Rekord: 330.000 Besucherinnen und Besucher in den NS-Gedenkstätten in NRW Das Interesse an der Arbeit der NS-Gedenkstätten in NRW ist so groß wie nie zuvor. Das konnte Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Vorsitzender des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW e.V., erfreut feststellen. Im Jahr 2016 haben rund 330.000 Personen die nordrhein-westfälischen NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte besucht. Diese Zahl erhob der Arbeitskreis unter den 26 Gedenkstätten und Erinnerungsorten, die sich in dem Verein zusammengeschlossen haben.

Verfasst am 22. Februar 2017

Im Jahr 2016 haben rund 330.000 Personen die nordrhein-westfälischen NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte besucht. Diese Zahl erhob der Arbeitskreis unter den 26 Gedenkstätten und Erinnerungsorten, die sich in dem Verein zusammengeschlossen haben.

Rund die Hälfte der Besucher kam in Gruppen und nutzte die unterschiedlichen Vermittlungsangebote. Die insgesamt rund 4.600 Führungen und Seminare sind ein eindrucksvoller Beleg für die Arbeit der Gedenkstätten und Erinnerungsorte des Landes sowie die Wichtigkeit der angebotenen Themen. Vor allem die Seminare, die sich an Schülerinnen und Schüler richten, erfreuen sich großer Nachfrage und tragen dazu bei, dass rund ein Viertel der Besucher Jugendliche sind. Prof. Dr. Alfons Kenkmann begrüßt dieses hohe Interesse gerade auch von Schulen an den Angeboten der Gedenkstätten und bekräftigt die Bedeutung der historisch-politischen Bildungsarbeit: „Historische Orientierung für die Zukunft zu geben und die Demokratie zu stärken ist in Zeiten drohender Wahlsiege von Rechtspopulisten und des Postfaktischen wichtiger denn je.“

Auch die rund 840 Veranstaltungen (Vorträge, Lesungen etc.) stießen auf reges Interesse und zogen rund 40.000 Personen an. Zunehmend gefragt sind auch die Sammlungsbestände der Gedenkstätten. Dies belegen die über 2.700 Rechercheanfragen, die oft in Zusammenhang mit familiären Recherchen, Fach- oder Seminararbeiten und Forschungsprojekten stehen. Das alles wäre ohne das große Engagement an den Gedenk- und Erinnerungsorten nicht möglich. Viele davon machen die anfallende Arbeit ehrenamtlich oder gegen bescheidene Honorare; alleine elf der 26 Gedenkstätten arbeiten ausschließlich ehrenamtlich, sechs weitere haben weniger als zwei feste wissenschaftlich-pädagogische Mitarbeiter. Ihnen allen gebührt an dieser Stelle ein Dank für die geleistete Arbeit.

Unterstützt wird die Arbeit der kommunal und von Vereinen getragenen NS-Gedenkstätten durch Förderprogramme des Landes NRW, die im Dialog zwischen dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und –Erinnerungsorte NRW e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung abgestimmt und optimiert werden.

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