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Workshoptagung für Bündnisse und Initiativen gegen Rechtsextremismus in NRW Seit 2008 werden das NS-Dokumentationszentrum in Köln und die Villa ten Hompel in Münster durch Bildungs- und Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus ergänzt. Zusammen mit den anderen mobilen Beratungsteams aus NRW bietet sie mit der 7. Workshoptagung für Bündnisse und Initiativen gegen Rechtsextremismus in NRW am 18. Juni allen Engagierten und Interessierten ein Forum zum Erfahrungs- und Ideenaustausch.

Verfasst am 27. März 2016

Die TrägerInnen der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW laden am 18. Juni Fachleute und Interessierte zu der 7. Workshoptagung „Dagegen und dann…?!“ in Essen ein.

Die Pegida-Demonstrationen haben sich seit Ende 2014 deutschlandweit in unterschiedlicher Intensität etablieren können und die Stimmung bei diesen Veranstaltungen hat sich im Verlauf des vergangenen Jahres zunehmend verschärft. Von „besorgten Bürgern“ kann hier kaum mehr die Rede sein, zumal gerade die Pegida-Ableger in NRW in Düsseldorf und Duisburg von Anfang an maßgeblich von Akivist_innen aus dem Spektrum der „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa) und einschlägig bekannter Neonazi-Kameradschaften geprägt waren. Parteien wie Pro NRW sowie die NPD versuchen ebenfalls, hier Anschluss zu finden.

Auch die AfD hat im Verlauf des vergangenen Jahres ihr rechtes Profil geschärft und versucht seit Herbst auch in NRW eine offensive Demonstrationspolitik zu etablieren. In NRW gelingt ihr damit vereinzelt der Schulterschluss zwischen „Wutbürgern“, Verschwörungstheoretiker_innen und Neonazis, den Pegida hier bisher nicht geschafft hat. Im Fahrwasser dieser rechten Mobilisierungen und Polemiken von AfD und Pegida gegen die Asylpolitik hat die rassistische Hetze und Gewalt gegen Geflüchtete massiv zugenommen.

Haben wir es im Fall von Pegida und der AfD mit einer rechten Bewegung zu tun? Und was bedeutet diese Feststellung für den Umgang mit den genannten Akteur_innen? Wie muss sich die Zivilgesellschaft positionieren, um wirksame Strategien entwickeln zu können und der Zuspitzung der gesellschaftlichen Stimmungen etwas entgegen zu setzen? Derzeit weist wenig darauf hin, dass rassistische Diskurse und Gewalt in den nächsten Monaten abflauen werden. Eine Auseinandersetzung mit den Hintergründen und Strategien von AfD und Pegida sowie mit deren Vernetzung zu anderen rechten Gruppierungen und Parteien bleibt deshalb wichtig.

Deshalb lädt die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW alle Interessierte zur 7. Workshoptagung „Dagegen und dann…?!“ ein. Dabei stehen, wie schon in den vergangenen Jahren, der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung zwischen und mit den Teilnehmenden im Mittelpunkt. In vertiefenden Workshops werden zudem einzelne Strömungen und Aspekten der Bewegungen am rechten Rand im Mittelpunkt stehen und Ideen für Gegenstrategien gesammelt werden.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis zum 14. Juni 2016 per Brief, Mail oder Fax möglich.

Kontakt:

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW
c/o mobim im Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

tel.: 0251 – 492 7109
fax: 0251 – 492 7918
kontakt@mobim.info

Weitere Informationen (u.a. zu den Workshops und der Anreise) finden Sie unter http://www.mobim.info/ und http://www.mobile-beratung-nrw.de/.

Programm:

10.30 Uhr
Anreise und Anmeldung, Imbiss

11.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW
Input mit anschließender Diskussion: „Rassismus aus der Mitte und das Gegenpotential der Zivilgesellschaft“?
Dr. Britta Schellenberg (Politikwissenschaftlerin, Ludwig Maximilians-Universität München)

12.30 Uhr
Mittagspause

13.30 Uhr
Workshopphase:
In den Workshops sollen der intensive Austausch und die Diskussion unter den TeilnehmerInnen im Vordergrund stehen.

15.45 Uhr
Kaffeepause

16.00 Uhr
Podiumsgespräch:
Warum es sich lohnt weiterzumachen
Perspektiven auf das Engagement gegen die extreme Rechte und Rassismus
mit Britta Schellenberg, Fabian Jellonek, Anna Gold, Petra Schickert

16.45 Uhr
Ausblick und Verabschiedung
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW

17.00 Uhr
Ende der Tagung und weitere Planungen

Tagungsort:
Universität Duisburg-Essen
Campus Essen
Universitätsstr. 12
45141 Essen

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