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Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Novemberpogrome Auch in diesem Jahr finden am 9. November wieder diverse Veranstaltungen im Gedenken an die antijüdischen Pogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 statt.

Verfasst am 04. November 2017

Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus

Unter der Überschrift "Remember the past and live for the future" findet in der Bonner Oper ein Konzert zusammen mit Barry Mehler, einem Nachfahre einer jüdischen Familie aus Bonn, statt. Daran schließt sich am Synagogen-Mahnmal eine Gedenkfeier mit Kaddisch an, auf der u.a. auch Andrea Hillebrand, Vorsitzende der Gedenkstätte Bonn, sowie der Oberbürgermeister und Dr. Margaret Traub, Vorsitzende der Synagogengemeinde Bonn, sprechen werden. Das Totengebet singt Barry Mehler.

Jüdisches Museum Westfalen, Dorsten

In Zusammenarbeit mit der Stadt Dorsten wird den antijüdischen Gewalttaten im November 1938 im Rahmen einer kurzen Zeremonie gedacht. Beginn ist um 17 Uhr am Museumsgarten. Im Anschluss (19:30 Uhr) trägt zudem Harald Lordick (Essen) zum Thema "Gegen 'hate speech' 1925 – Publizistische Abwehr des Antisemitismus in der Weimarer Republik" vor.

Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

Bereits am Mittwoch, 8. November 2017 startet um 18 Uhr ein Rundgang mit anschließendem Gedenkgottesdienst. Die Veranstaltung folgt den Spuren der Familie Oppenheimer, deren Haus in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 überfallen wurde. Hannah Sutton, Tochter der Familie Oppenheimer, ist als Zeitzeugin anwesend. Treffpunkt ist das ehemalige Wohnhaus der Familie an der Parkstraße 74 in Düsseldorf. Der ökumenische Gedenkgottesdienst wird in der Kirche St. Rochus ab 19 Uhr abgehalten.

Am 9. November lädt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf ab 10:15 Uhr am Gedenkstein für die 1938 zerstörte Synagoge auf der Kasernenstraße zum stillen Gedenken und Gebet ein.

Alte Synagoge Essen

Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung der Stadt Essen wird neben dem Oberbürgermeister und dem zweiten Vorsitzenden der Jüdischen Kultus-Gemeinde Essen auch Dimitrij Belkin aus Berlin von der Ernst-Ludwig Ehrlich Stiftung über das Gedenken innerhalb der jüdischen Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion sprechen. Erinnerungen der Tochter des Rabbiners Hugo Hahn an die Pogromnacht werden durch Frau Kerstin Plewa-Brodam vorgetragen. Musikalisch begleitet wird der Abend durch den Cellisten Davit Melkonian aus Köln. (ab 19 Uhr im Hauptraum Alte Synagoge)

NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer, Krefeld

Um 18 Uhr findet am Platz an der Alten Synagoge ein Gedenken an das Novemberpogrom und die Opfer aus der Jüdischen Gemeinde Krefeld statt.

Gedenkhalle Schloss Oberhausen

Zur Erinnerung an die Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung Oberhausens während der Pogromnacht kommt es am ehemaligen Standort der Synagoge zu einer öffentlichen Gedenkfeier mit Kranzniederlegung. (Beginn: 18 Uhr)

Aktives Museum Südwestfalen, Siegen

Die Gedenkveranstaltung am Platz der Synagoge beinhaltet Beiträge von Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen sowie eine Ansprache von Herrn Prof. Manfred Zabel.

Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

In der Alten Synagoge Wuppertal wird der Jahrestag ab 19 Uhr unter dem Thema "Die Geschichte einer jüdischen Kindheit in Eberfeld: Das Leben und Überleben von Wolfgang Kotek" begangen.

Weitere Angaben zu den einzelnen Veranstaltungen sind über die Internetpräsenzen der jeweiligen Gedenkstätte zugänglich.

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