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Gedenkhalle Oberhausen ausgezeichnet Die Oberhausener Gedenkstätte wurde vom Geschichtslehrertag NRW für „herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Vermittlung von Geschichte“ ausgezeichnet. Nachdem das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln den nach Freya Stephan-Kühn benannten Preis schon 2008 erhalten hatte, geht er nun ein weiteres Mal an ein Mitglied des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und –Erinnerungsorte in NRW.

Verfasst am 04. November 2016

Der Landesverband nordrhein-westfälischer Geschichtslehrer hat der Gedenkhalle Oberhausen eine besondere Auszeichnung bekommen verliehen: Der nach der verstorbenen Autorin und Pädagogin Freya Stephan-Kühn benannte Preis wird seit 1997 für „herausragende Bemühungen und Leistungen auf dem Gebiet der Vermittlung von Geschichte“ vergeben. Er ging 2016 für ihre innovative Dauerausstellung „Oberhausen im Nationalsozialismus“ an die Gedenkstätte unter Leitung von Clemens Heinrichs. Beim Geschichtslehrertag NRW am 28.10.2016 wurde damit im Beisein von Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung NRW, die erste in Nordrhein-Westfalens gegründete NS-Gedenkstätte auch für ihre jahrzehntelange Erinnerungsarbeit honoriert.

Der Landesverband nordrhein-westfälischer Geschichtslehrer ist als gemeinnütziger Verein Teil des Verbands der Geschichtslehrer Deutschlands. Er kümmert sich um die Belange der historischen Bildung, speziell des Faches Geschichte, in allen Schulformen. Vorsitzender des NRW-Geschichtslehrerverbandes ist Dr. Peter J. Droste in Aachen. Bei dem jährlich stattfindenden Geschichtslehrertag wird nicht nur der Freya-Stephan-Kühn-Preis verliehen, sondern stehen immer aktuelle Debatten und Herausforderungen der Geschichtsdidaktik auf der Tagesordnung. Passend zum diesjährigen Preisträger aus Oberhausen wurde dieses Jahr über "historische Orte" diskutiert. Daneben waren die immer noch "Neuen Medien" zweites Schwerpunktthema. Auch hier suchen die NS-Gedenkstätten wie die Gedenkhalle Oberhausen immer wieder neue Wege, durch E-Learning-Module, interaktive Ausstellungen oder Apps, ihre Angebote dem digitalen Wandel anzupassen.

Weil der Freya-Stephan-Kühn-Preis schon 2008 an das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln im „EL-DE-Haus“ ging, haben nun zwei Mitglieder des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW diese Auszeichnung durch Geschichtslehrer erhalten. Beide Einrichtungen sind durch ihre Leiter im Arbeitskreis engagiert vertreten: In ehrenamtlicher Funktion sind Clemens Heinrichs (Gedenkhalle Oberhausen) als Schatzmeister und Dr. Werner Jung (NS-Dokumentationszentrum Köln) als stellvertretender Vorsitzender für das Gedenkstättennetzwerk aktiv.

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