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"Das war 2016" - Die Mitglieder des Arbeitskreises schauen noch einmal zurück Das Bundesland NRW feiert 2016 seinen siebzigsten Geburtstag und die Mitglieder des Arbeitskreises der NS- Gedenkstätten und - Erinnerungsorte NRW feiern als wichtiger Bestandteil dieser Geschichte mit. 

Verfasst am 30. Dezember 2016

Fortsetzung des deutsch- israelischen Austausches zur Intensivierung der Zusammenarbeit 

Bei ihrem Israelbesuch im März 2014 hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für Nordrhein-Westfalen mit Dorit Novak, der Generaldirektorin der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem (ISHS), eine gemeinsame Absichtserklärung zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen dem Land NRW und der israelischen Gedenkstätte abgegeben. Nachdem Ende letzten Jahres eine Delegationsreise des Arbeitskreises nach Israel stattgefunden hatte, konnten die Kolleginnen Deborah Hartmann und Dr. Birte Hewera vom German Desk der International School for Holocaust Studies Yad Vashem nun in den Gedenkstätten in Münster, Wewelsburg, Dortmund, Wuppertal und Köln die wissenschaftliche und didaktische Arbeit mit Tätergeschichten kennen lernen. Im Rahmen des Austauschs ist die gemeinsame Absichtserklärung des Landes NRW und Yad Vashem, die Zusammenarbeit systematisch zu verstärken, formuliert worden. Neben dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte koordiniert zudem die Landeszentrale für politische Bildung NRW die Kooperationen. Ziel ist es, die aktuelle Täterforschung in die jeweiligen Konzepte der Gedenk- und Erinnerungsorte weiterzuentwickeln und zu integrieren. 

Neben dieser Begegnung zeigte sich Prof. Dr. Kenkmann als Leiter und Sprecher der deutsch-israelischen Forschungsgruppe aktiv in der Auseinandersetzung mit deutschen und israelischen Schulbüchern. Die Forschungsgruppe analysierte die Darstellung und den Umgang mit den jeweiligen Ländern Deutschland und Israel multiperspektivisch und erstellte eine Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer, die den Dialog über und mit dem jeweils anderen Land vereinfachen und intensivieren soll. 

Bestätigung der pädagogischen Arbeit durch Auszeichnungen der Gedenkstätte Oberhausen

Die Oberhausener Gedenkstätte wurde vom Geschichtslehrertag NRW  für „herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Vermittlung von Geschichte“ ausgezeichnet. Nachdem das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln den nach Freya Stephan-Kühn benannten Preis schon 2008 erhalten hatte, geht er nun ein weiteres Mal an ein Mitglied des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und –Erinnerungsorte in NRW. Die Auszeichnung ist eine weitere Bestätigung der in allen Gedenkstätten geleisteten pädagogischen Arbeit und Wertschätzung durch die Lehrerinnen und Lehrer, die diese Kooperation mit Gedenkstätten als gewinnbringenden Beitrag im Rahmen der Erinnerungskultur dankend unterstützen. 

Sächsischer Innovationspreis für Arbeitskreis-Vorsitzenden

Das Sächsische Kultusministerium zeichnet eine App aus, perspektivisch so genau abrufbar, die historische Quellen mit der aktuellen Kameraperspektive verschmelzen lässt und geschichtlichen Wandel so erfahrbar macht. Eine Projektgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Alfons Kenkmann hat die Anwendung entwickelt und erhält mit dem Innovationspreis bereits die zweite Ehrung. Auch Gedenkstätten aus NRW bieten zunehmend mobile digitale Anwendungen für ihre Stadt wie in Münster oder Dortmund an und reagieren damit auf die zunehmenden Anforderungen an digitales Lernen. 

Ein Ausblick für 2017 

Der Arbeitskreis hat mit allen Mitgliedern 2016 erneut wichtige Beiträge in Form von Vorträgen, Sonderausstellungen, Workshops mit Jugendlichen und Migranten geleistet. Auch wir schauen besorgt auf die gesellschaftlichen Entwicklungen des vergangenen Jahres, die es einstigen Randgruppen nun ermöglichen, ihre rechtsgerichteten und populistischen Parolen in der Gesellschaft zu verbreiten. Der Arbeit aller Mitglieder, Unterstützer und Ehrenamtlichen wird durch diese Entwicklungen im kommenden Jahr weiterhin eine sehr wichtige Bedeutung zukommen, um Strukturen wie Hass, Angst, Unwissenheit und Ausgrenzung durch Aufklärung, Erinnern, Mahnen, Integration und Demokratie entgegenzuwirken. 

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