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Arbeitskreis zu Gast bei Neumitglied aus Duisburg Die jüngste Mitgliederversammlung des Arbeitskreises fand im Duisburger Zentrum für Erinnerungskultur statt. Auf der Agenda stand neben einem Blick zurück auf den israelischen Besuch auch die Zukunft einiger NS-Gedenkstätten in NRW. Als Neumitglieder haben die Duisburger Kolleginnen und Kollegen durch ihre derzeitige Ausstellung und die im Umbau befindlichen Räumlichkeiten geführt: Eine neue Hauptausstellung soll bis 2022 eröffnet werden.

Verfasst am 16. Oktober 2017

In der Regel drei Mal jährlich kommen alle Mitglieder des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte zusammen, um sich über laufende oder abgeschlossene Projekte auszutauschen, vor allem aber die zukünftige Gedenkstättenarbeit zu koordinieren. Dieses Mal konnte die Mitgliederversammlung in den neu gestalteten Arbeitsräumen des Duisburger Zentrums für Erinnerungskultur stattfinden, das erst im Sommer 2017 in den Arbeitskreis aufgenommen wurde.

Mit einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen ehemaligen Leiter des Aktiven Museums Südwestfalen in Siegen eröffnete Prof. Dr. Alfons Kenkmann als Vereinsvorsitzender die Sitzung. Mit Klaus Dietermann verliert der Arbeitskreis nicht nur einen engagierten Kollegen, Freund und Mitstreiter, sondern auch einen ausgewiesenen Fachmann, der sich mit seiner besonnenen und freundlichen Persönlichkeit um die Vernetzung und Förderung der nordrhein-westfälischen Gedenkstättenlandschaft verdient gemacht hat.

Das Grußwort des Duisburger Kulturdezernenten Thomas Krützmann leitete schließlich zur Tagesordnung über. Ausführlich wurde dann über die Pläne zur Neugestaltung der Gedenkstätte im ehemaligen Stalag 326 bei Stukenbrock diskutiert. Bereits seit vielen Jahren leistet ein Team um Oliver Nickel und Victoria Evers in der Senne engagierte Erinnerungsarbeit und überarbeitet zurzeit mit Hilfe von Landesmitteln die Dauerausstellung der kleinen Einrichtung. Um den Bielefelder Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Feldhoff, den langjährigen Landtagsabgeordneten Günter Garbrecht und den Historiker Dr. Falk Pingel hat sich nun vor Ort eine bestens vernetzte Gruppe zusammengefunden, die der großen Bedeutung des historischen Orts als ehemaliges Kriegsgefangenenlager entsprechend ebenfalls Pläne für eine Neugestaltung entwickelt. Die Ideen und Fähigkeiten beider Seiten, der bestehenden Gedenkstätte und der neugegründeten Initiative, nun zusammenzuführen, soll auch Auftrag des Arbeitskreises sein, wie die Vorstandsmitglieder betonten.

Daneben standen weitere Projekte der Erinnerungsorte auf der Agenda: Angesichts anstehender personeller Umbrüche entwickeln die Gedenkstätte Stalag 326, das Kreismuseum Wewelsburg, der Geschichtsort Villa ten Hompel und die Alte Synagoge Petershagen zusammen ein Konzept, um das Wissen über die Bestände und historischen Sammlungen in den Einrichtungen dauerhaft zu sichern. Ein Workshop am 5. Februar 2018 in Münster soll erste Ergebnisse und Erfahrungen zusammenführen und dem Austausch dienen. Schließlich wurden alle Mitglieder und auch alle sonstigen Interessierten zur nächsten Werkstatt Geschichtsarbeit eingeladen. Rahmenthema der diesjährigen Veranstaltung unter Federführung der Humanistischen Union NRW und dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte wird "Nach 1945 – 'Aufarbeitung' der Vergangenheit" sein. Weitere Informationen folgen auch auf diesen Seiten oder bereits jetzt unter: http://hu-bildungswerk.de/veranstaltungen/werkstatt2017/

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